Leiden Sie manchmal an Herzklopfen oder unregelmässigem Herzschlag? Wird Ihnen dabei öfter schwindelig oder fühlen Sie sich benommen? Oder fühlen Sie sich manchmal auch einfach nur müde und schwach und wissen nicht, warum? Herzrhythmusstörungen könnten die Ursache sein. Herzrhythmusstörungen können Angst machen und sind auch nicht immer harmlos. Ein Therapeut sollte daher Ihre erste Ansprechperson sein. Doch hält auch die Naturheilkunde zahlreiche Möglichkeiten bereit, die Sie bei Herzrhythmusstörungen begleitend einsetzen können.

Der Kummer, der nicht spricht, nagt leise an dem Herzen, bis es bricht

Herzrhythmusstörungen betreffen viele Menschen

Unermüdlich schlägt das Herz für uns ein Leben lang – ohne jegliche Pause und in einem gleichmässigen Rhythmus. Bei Herzrhythmusstörungen jedoch gerät das Herz aus dem Takt – was gar nicht so selten passiert.

Neuesten Schätzungen der WHO zufolge sind weltweit nämlich gar 33,5 Millionen Menschen allein vom Vorhofflimmern betroffen – und das ist nur eine von vielen unterschiedlichen Herzrhythmusstörungen.

Wie wir alle wissen, schlägt das Herz manchmal schneller und manchmal langsamer. Schneller, wenn wir uns aufregen, wenn wir verliebt sind oder wenn wir Sport machen. Langsamer, wenn wir schlafen, gemütlich vor dem Fernseher entspannen oder Schreibtischarbeit verrichten.

Der Herzschlag passt sich also den äusseren Einflüssen und unseren Emotionen an, damit der Körper – egal in welcher Situation er sich gerade befindet – immer bestens mit Blut und damit auch mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt ist.

Herzrhythmusstörungen – Die Symptome

Von Herzrhythmusstörungen spricht man jedoch dann, wenn der Herzschlag krankhaft verändert ist, sich also nicht mehr passend zur Situation verändert.

Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das bereits erwähnte sog. Vorhofflimmern. Wie der Name schon sagt, liegt das Problem hier in den Vorhöfen des Herzens begründet.

Betroffene spüren das Vorhofflimmern zwar gelegentlich am starken Herzklopfen, nicht selten aber fühlen sie sich einfach nur müde und leistungsschwach, ohne zu wissen, dass die Beschwerden vom Herzen herrühren.

Bei manchen Herzrhythmusstörungen scheint das Herz plötzlich zu stolpern. Manchmal setzt der Herzschlag kurz ganz aus. Andere Herzrhythmusstörungen äussern sich in Herzrasen oder einem Herzklopfen bis zum Hals. Dabei handelt es sich um schnelle Herzrhythmusstörungen.

Doch gibt es auch langsame Rhythmusstörungen. Oft denkt man hier gar nicht an das Herz und wundert sich beispielsweise über immer wiederkehrende Schwindelzustände.

Ist das Herz generell geschwächt und kommt eine Herzrhythmusstörung dazu, dann kann auch Luftnot zu einem Symptom der Herzrhythmusstörungen gehören.

Besonders gefährlich sind jene Herzrhythmusstörungen, die ihren Ursprung in den Hauptkammern des Herzens haben (Kammerflattern, Kammerflimmern). Sie können im Extremfall zum sog. plötzlichen Herztod führen.

Manche Herzrhythmusstörungen sind jedoch auch ungefährlich und betreffen – vorübergehend – selbst herzgesunde Menschen.

Herzrhythmusstörungen bei Jugendlichen

So klagen beispielsweise immer wieder (insbesondere männliche) Jugendliche in der Pubertät über Herzrhythmusstörungen. Plötzlich rast das Herz oder es setzt kurz aus, um danach umso heftiger zu klopfen.

Medizinisch lässt sich oft keine Ursache finden. Für diese Art von Herzrhythmusstörung sind meist Wachstumsschübe verantwortlich. Sie „verwachsen“ sich also und verschwinden mit dem Erwachsenwerden wieder.

Auch zu viel Koffein – beispielsweise in sog. Energy-Drinks oder natürlich auch im Kaffee oder in Cola – sowie aufputschende Drogen können das jugendliche Herz aus dem Rhythmus bringen.

Laut Professor Raimund Erbel – Kardiologe vom Uni-Klinikum Essen in Deutschland – enthält allein eine Dose mit 250ml „Flügel verleihenden“ Energie-Drinks so viel Koffein wie eine Tasse starken Filterkaffees. Das klingt zunächst harmlos. Professor Erbel erklärt jedoch: „Bei einer Dose bleibt es ja nicht, wenn die Nacht lang wird“.

Und so kann eine Überdosis Koffein bei manchen Jugendlichen zu Schwindel, Schlafstörungen, Übelkeit und eben auch zu – nicht immer harmlosen – Herzrhythmusstörungen führen.

Ursachen für Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen in anderen Altersklassen können wieder ganz andere und sehr vielfältige Gründe haben. Manchmal ist das Herz selbst die Ursache.

Wenn das Herz beispielsweise an der sog. Koronaren Herzerkrankung (KHK) leidet, dann sind jene Gefässe, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen, „verkalkt“ und verengt. Das Herz bekommt buchstäblich keine Luft mehr und verliert seinen gesunden Rhythmus.

Auch Entzündungen des Herzmuskels oder Herzklappenprobleme – zum Beispiel nach einer schweren Grippe – können zu Herzrhythmusstörungen führen.

Herzrhythmusstörungen durch kranke Schilddrüse

Sehr oft jedoch entstehen Herzrhythmusstörungen erst als Folge anderer Krankheiten und Beschwerden, z. B. bei Schilddrüsenfunktionsstörungen.

So kommt es bei einer Schilddrüsenüberfunktion häufig zu einem gesteigerten Herzrhythmus, bei einer Schilddrüsenunterfunktion hingegen zu einem verlangsamten Herzrhythmus.

Ist das Schilddrüsenproblem behoben, verflüchtigt sich auch die Herzrhythmusstörung. Leider lassen sich Schilddrüsenbeschwerden nicht so schnell aus der Welt schaffen. Mit Konsequenz und den benötigten Informationen gelingt jedoch auch das.

Sehr viel leichter lassen sich Herzrhythmusstörungen angehen, die infolge eines gestörten Mineralstoffhaushaltes entstehen:

Herzrhythmusstörungen durch Mineralstoffmangel

Ein unausgewogener Mineralstoffhaushalt kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Auf vier Mineralien reagiert das Herz dabei besonders sensibel: Auf Kalzium, Phosphor, Kalium und Magnesium.

  • Kalzium wird nicht nur für starke Knochen benötigt, sondern spielt auch eine wichtige Rolle im Muskel- und Nervensystem. So kann zu wenig Kalzium im Körper zu Krämpfen der Muskulatur und so auch des Herzmuskels führen. Herzrhythmusstörungen sind da.
  • Phosphate stecken bevorzugt in Fertignahrungsmitteln, wie Wurstwaren, Käse oder auch in Softdrinks. Phosphate beschädigen die Blutgefässwände und führen somit zu Herzproblemen aller Art.

Da im Blut ferner immer ein bestimmtes Phosphor-Kalzium-Verhältnis herrschen muss, versucht der Organismus einen Phosphorüberschuss zu kompensieren, indem er Kalzium aus den Knochen löst. Dieser Umstand führt langfristig nicht nur zu instabilen Knochen (Osteoporose) sondern zu einem Kalziummangel, der – wie oben erklärt – wiederum den Herzmuskel belastet.

  • Auch Kalium ist wichtig für das Herz. Allerdings mag das Herz weder zu viel noch zu wenig Kalium. Und so kann sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an Kalium zu Herzrhythmusstörungen führen.

Der Kaliumhaushalt kann durch etliche Faktoren beeinträchtigt werden:

Abführmittel beispielsweise führen zu einem Kaliummangel. Das Fatale daran ist, dass Kaliummangel seinerseits wieder einen trägen Darm nach sich zieht und man dann erneut zum Abführmittel greift – ein Teufelskreis, der sich mit Herzrhythmusstörungen rächen kann.

Genauso können Medikamente zum Entwässern (Diuretika) die Kaliumverluste erhöhen, so dass auch hier Herzrhythmusstörungen zu den Nebenwirkungen gehören.

Da hohe Insulindosen einen Kaliummangel hervorrufen können, ist auch bei insulinpflichtigen Diabetikern/innen Vorsicht geboten.

  • Das vierte Mineral – Magnesium – ist gemeinsam mit Kalium für die elektrische Stabilisierung der Herzzellen verantwortlich. Verständlich, dass es zu Herzrhythmusstörungen kommt, wenn einer von beiden fehlt.

Ein weiterer Mineralstoff, der die Herzgesundheit massgeblich beeinflussen kann, ist das Eisen.

Herzrhythmusstörungen durch Eisenmangel

Fehlt dem Blut Eisen, kommt es zu einer sogenannten Eisenmangelanämie (Blutarmut). Dadurch kann nicht genug Sauerstoff über das Blut transportiert werden. Folglich wird das Herz durch schnelleres Schlagen versuchen, den Körper doch noch genug mit Sauerstoff zu versorgen.

Hier können die vermeintlichen Herzrhythmusstörungen also durch die Behebung des Eisenmangels ad acta gelegt werden.

Allerdings können wiederum bestehende Herzrhythmusstörungen auch zu einer verminderten Eisenaufnahme führen, so dass Herzbeschwerden bei gleichzeitigem Eisenmangel in jedem Fall abgeklärt werden sollten.

Herzrhythmusstörung durch Übersäuerung

Gerade bei einer chronischen Übersäuerung – die heute gang und gäbe ist – fehlt es meist an allen Ecken und Enden an den oben genannten Mineralien, so dass die häufige Verbreitung von Herzrhythmusstörungen kein Wunder ist.

Für die Herzgesundheit sind folglich eine gründliche, aber sanfte Entsäuerung, eine optimale Mineralstoffversorgung sowie eine basische bzw. basenüberschüssige Ernährung von ausserordentlicher Wichtigkeit.

Zusätzlich ist auf Einflüsse von aussen zu achten, die vielleicht auf den ersten Blick das Leben zu erleichtern scheinen, aber dem Herzen nicht in jedem Falle zusagen, wie z. B. der ständige Gebrauch von Handy, WLAN etc.

Herzrhythmusstörungen durch Elektrosmog?

Im Zeitalter von Mobilfunk, schnurlosen DECT-Telefonen, WLAN, Bluetooth-Technik und Bildschirmarbeit sind wir permanent elektromagnetischen Impulsen ausgesetzt, die im Verdacht stehen, unter anderem den Herzschlag nachteilig zu beeinflussen.

Wenn also Handys und Computer im Flugzeug beim Start und der Landung ausgeschaltet bleiben müssen und in Krankenhäusern in Bereichen mit lebenswichtigen Apparaturen verboten sind, wieso sollte dann dieselbe elektromagnetische Strahlung nicht auch in der Lage sein, auf den körpereigenen Impulsgeber im Herzen Einfluss zu nehmen?

Es lohnt sich also, moderne Technologien bewusst und gezielt einzusetzen, also nicht ständig und folglich so, dass sie möglichst wenig schaden. Tipps dazu finden Sie hier:

Handy ja, Strahlung nein?

Psychische Faktoren als Ursache für Herzrhythmusstörungen

Das Herz gilt als Zentrum der Gefühle und wird unweigerlich mit Liebe und Emotionen in Verbindung gebracht. Wir alle kennen Situationen, in denen uns „vor Aufregung das Herz bis zum Hals schlägt“, „es vor Freude hüpft“ oder „vor Schreck in die Hose rutscht“.

Schon allein diese Redewendungen zeigen, wie leicht der Herzschlag aus einer emotionalen Lage heraus aus dem Gleichgewicht geraten kann.

Der Grund dafür ist, dass der Sympathikus-Nerv in einer Anspannungssituation – sei sie positiv oder eben auch negativ – mit einer Ausschüttung von Adrenalin reagiert bis sich die Situation wieder normalisiert hat.

Leiden Sie also viel unter Stress, Sorgen oder Ängsten, wird sich der Körper ständig in „Alarmbereitschaft“ fühlen und auch ständig Adrenalin ausschütten. Zuviel Adrenalin schadet aber und kann längerfristig zu hohem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen bis hin zu Angina Pectoris (Herzenge) und Herzinfarkt führen.

Darüber hinaus kann ein Übermass an Adrenalin durch chronischen Stress wiederum zu einem Kalium- und Magnesiummangel führen. Und wie ein solcher die Herzgesundheit beeinflusst, wissen Sie ja inzwischen.

Neben Stress können auch bestimmte Medikamente ganz empfindlich den Mineralstoffhaushalt stören und auf diese Weise zu Herzrhythmusstörungen führen.

Herzrhythmusstörungen durch Medikamente

Eine Reihe von Medikamenten kann den Kalzium-, Kalium- und Magnesiumspiegel im Blut erheblich absenken und damit Herzrhythmusstörungen begünstigen. Dazu zählen zum Beispiel manche Medikamente gegen

sowie Antibiotika, Cortison, Medikamente zur Entwässerung und letztendlich kurioserweise sogar Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen.

Möglicherweise glauben Sie aber auch nur, eine Herzrhythmusstörung zu haben, obwohl in Wirklichkeit gar keine vorliegt. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn ein oder mehrere Brustwirbel Ihrer Wirbelsäule verschoben sind.

Herzrhythmusstörungen wegen Wirbelverschiebungen

Die Wirbelsäule mit ihren 33-34 Wirbeln und Bandscheiben dient uns nicht nur als Stützgerüst, sondern sie beinhaltet und schützt auch das empfindliche Rückenmark.

Seitlich aus der Wirbelsäule treten die Nerven des Rückenmarks aus und versorgen Haut, Muskeln, Drüsen und die verschiedenen Organe.

So kann ein blockierter oder verschobener zweiter Brustwirbel auf den dort austretenden und zum Herzen führenden Spinalnerv drücken und ihn derart irritieren, dass es zum Beispiel zu beängstigendem Herzstechen oder Herzpoltern kommen kann.

Wird die Blockade behoben, indem der Wirbel wieder in seine richtige Position gebracht wird, kann sich der Nerv wieder erholen und die Symptome werden verschwinden.

Ein Dorn-Therapeut oder auch ein Osteopath kann Ihnen in einer solchen Situation weiter helfen.

Herzrhythmusstörungen oder ein Darmproblem?

Herzrhythmusstörungen bzw. Symptome, die Herzrhythmusstörungen ähneln, können auch dann auftreten, wenn das Roemheld-Syndrom vorliegt.

In diesem Fall wird das Herz infolge von Übergewicht und massiver Luftansammlung im Darm so stark eingeengt, dass es in seiner Funktion beeinträchtigt wird.

Wichtig ist hier natürlich in erster Linie der Abbau des Übergewichts sowie der Blähungen.

Leiten Sie dazu eine Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten ein und ergreifen Sie Massnahmen, wie z. B. eine Darmreinigung, die Ihren Blähungen ein für alle Mal ein Ende bereiten werden.

Wie Sie eine Darmreinigung durchführen, erfahren Sie hier: Wie funtioniert eine Darmreinigung?

Weitere Massnahmen gegen Blähungen finden Sie hier: Blähungen natürlich beheben

Herzrhythmusstörungen oder Histaminintoleranz?

Auch eine Histaminintoleranz kann zu Herzrasen oder Herzstolpern und früher oder später zum Verdacht einer Herzrhythmusstörung führen.

Leidet man an einer Histaminintoleranz, dann zeigt sich das Herzproblem insbesondere nach dem Genuss von Rotwein, Schokolade oder reifem Käse. Weitere Symptome sind Hautausschläge, Durchfall oder schnupfenähnliche Beschwerden.

Details zur Histaminintoleranz lesen Sie in unserem ausführlichen Artikel über Hintergründe, Diagnoseverfahren und ganzheitliche Massnahmen bei Histaminintoleranz.

Herzrhythmusstörungen – Was tut die Schulmedizin?

Sind Herzrhythmusstörungen nun also die Folge einer anderen Erkrankung, sollte natürlich diese zuerst behandelt werden.

Ist das ursächliche Problem jedoch nicht aufzuspüren, werden meist direkt die Herzrhythmusstörungen behandelt.

Es werden Medikamente verordnet, die den normalen Herzrhythmus wieder herstellen sollen (Antiarrhythmika). Oft gibt man gleichzeitig Mittel, die das Blut verdünnen bzw. die Blutgerinnung hemmen (Antikoagulantien), da andernfalls bei ausgeprägten Herzrhythmusstörungen die Gefahr eines Schlaganfalles oder einer Lungenembolie erhöht sein soll.

Leider haben diese Medikamente erhebliche Nebenwirkungen und können ihrerseits – wie oben bemerkt – erst recht wieder zu Herzrhythmusstörungen führen.

Blutverdünner bei Herzrhythmusstörungen

Antikoagulantien ( Blutverdünner wie z. B. Marcumar®) können – bei suboptimaler Dosierung – unkontrollierte Einblutungen bis hin zu Hirnblutungen mit sich bringen.

Haben Sie eine schwere Lebererkrankung oder ist ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt, dürfen Sie diese Medikamente oftgar nicht erst einnehmen.

Auch wenn Sie unter einem Magen-Darm-Geschwür oder auch bei fortgeschrittener Gefässverkalkung (Arteriosklerose) leiden sollten, wäre es unvorteilhaft, besagtes Medikament einzunehmen – nur gut, wenn diese Erkrankungen vor der Verordnung bekannt sind!

Falls Sie ferner Blutzucker senkende Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie in Verbindung mit Antikoagulantien besonders gut auf ihren Blutzuckerspiegel achten, da sie u. U. die Blutzucker senkende Wirkung noch verstärken können.

Inzwischen gibt es eine neue Generation zur Blutgerinnungshemmung – NOAK oder auch DOAK genannt. Wirkliche Vorteile scheinen diese Medikamente aber nicht zu bieten.

Wie am 19.02.2014 in der Deutschen Ärztezeitung zu lesen war, könne sich das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern durch diese Medikamente zwar etwas reduzieren lassen, allerdings erhöhe sich aber auch das Blutungsrisiko im Magen-Darm-Trakt um 25 Prozent.

Antiarrhythmika bei Herzrhythmusstörungen

Viele verschiedene Medikamente werden unter der Bezeichnung Antiarrhythmika bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt, um dem Herz wieder seinen gesunden Rhythmus zurück zu geben. Leider klappt das nicht immer so wie gewünscht.

Grundsätzlich ist es daher wichtig zu wissen:

  • Alle Antiarrhythmika können ihrerseits wiederum Herzrhythmusstörungen verursachen.
  • In Verbindung mit anderen Medikamenten können nach der Einnahme von Antiarrhythmika starke Wechselwirkungen auftreten.
  • Besonders bei älteren Menschen kann es zu starken Nebenwirkungen kommen.
  • Bei einer fortgeschrittene Herzschwäche können diese Medikamente sogar zu einer Verschlechterung der Herzschwächeführen.

Veranlassen Sie vor einer Behandlung mit Medikamenten in jedem Fall eine Mineralstoffanalyse Ihres Blutes bzw. Vollblutes, um Ihre Werte der oben genannten herzwichtigen Mineralstoffe zu überprüfen (Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen).

Wenn Sie dann einen etwaigen Mangel oder Überschuss auf natürliche Weise ausgleichen, erübrigt sich womöglich eine Medikamenteneinnahme.

Wie kann nun der Bedarf der herzwichtigen Mineralien am besten gedeckt werden?

Mineralstoffe bei Herzrhythmusstörungen

Kalium findet sich beispielsweise reichlich in Vollkornprodukten, insbesondere aber in Quinoa, ausserdem in Hülsenfrüchten wie zum Beispiel weissen Bohnen oder Linsen, in Tomatensosse, Brokkoli, Spinat, Pilzen, Bananen, getrockneten Aprikosen, grünem Blattgemüse, Kräutern etc.

Viel Magnesium enthalten Lebensmittel wie Amaranth, Quinoa, Meeresalgen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Nüsse und Mandeln. Details zur richtigen Magnesiumversorgung finden Sie hier: Magnesiummangel beheben

Sollten Sie sich für ein Nahrungsergänzungsmittel mit Magnesium entscheiden, dann wäre die Sango Meeres Koralle ideal, da diese Magnesium UND Calcium im richtigen Verhältnis liefert.

Benötigen Sie als Nahrungsergänzung nur Magnesium, dann ist chelatiertes Magnesium eine gute Lösung, da dieses eine besonders hohe Bioverfügbarkeit aufweist und keinerlei negative Auswirkungen auf den Magen mit sich bringt.

Kalzium findet sich – wie jeder weiss – in Milchprodukten. Da nicht jeder Milch verträgt und Milchprodukte eindeutig gesundheitliche Nachteile haben können, schadet es nicht, zu wissen, wie sich der Kalziumbedarf auch ohne Milchprodukte decken lässt.

Kalziumreiche pflanzliche Lebensmittel sind beispielsweise Brokkoli, Sesam, ChiasamenBrennnessel, Mohn, grüne BlattgemüseNüsse, Trockenfeigen, AmaranthQuinoa, Tofu etc.

Als Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt sich ferner auch hier die Sango Meeres Koralle. Bereits eine Tagesdosis der Koralle versorgt Sie mit der Hälfte des Tagesbedarfs, nämlich mit 550 Milligramm Kalzium.

Neben einer Optimierung des Mineralstoffhaushaltes gibt es natürlich noch weitere Massnahmen, die aus ganzheitlicher Sicht bei Herzrhythmusstörungen hilfreich sein können:

Ganzheitliche Massnahmen bei Herzrhythmusstörungen

Aus den weiter oben beschriebenen möglichen Ursachen einer Herzrhythmusstörung lassen sich bereits wichtige Schritte ableiten, die bei einem Verdacht auf Herzrhythmusstörungen zum Einsatz kommen können, wie z. B.

  • eine Darmreinigung
  • die Abklärung einer Histaminintoleranz
  • die Überprüfung der Brustwirbel
  • Entspannungsmassnahmen, um chronischen Stress abzustellen
  • eine gründliche Entsäuerung gemeinsam mit einer gesunden basenüberschüssigen Ernährung
  • das Meiden von Elektrosmog und Koffein etc.

Weitere ganzheitliche und naturheilkundliche Massnahmen gegen Herzrhythmusstörungen stellen wir Ihnen nachfolgend vor:

Taurin bei Herzrhythmusstörungen

Die Aminosäure Taurin kann vom menschlichen Körper zwar selbst hergestellt werden, doch nicht immer in ausreichenden Mengen.

Taurin kommt ferner nur in tierischer Nahrung vor, so dass bei rein pflanzlicher Ernährung diese zusätzliche Quelle wegfällt.

Interessant ist, dass Taurin erstens die Blutgerinnung hemmt und zweitens gemeinsam mit Kalzium beruhigend und stabilisierend auf die Herzzellen einwirkt, wodurch sich die Gefahr von Herzrhythmusstörungen verringern kann.

Gleichzeitig sollte auf eine umfassende Versorgung mit essenziellen Fettsäuren geachtet werden.

Omega-3-Fettsäuren bei Herzrhythmusstörungen

Omega-3-Fettsäuren vermindern unter anderem eine Entzündungsneigung und verhindern das Zusammenkleben der Blutblättchen (Blutgerinnung). Ausserdem erweitern sie die Blutgefässe und bieten somit ideale Eigenschaften für die Herzgesundheit.

Empfehlenswerte Omega-3-Fettsäure-Quellen sind zum Beispiel Leinöl (auch in Kapseln), Leinsamen, Chiasamen, Hanföl, Hanfsaat und fettreicher Seefisch sowie als Nahrungsergänzung Krillöl-Kapseln.

Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu grosse Mengen an Omega-6-Fettsäuren aufgenommen werden, da sich diese in die sogenannte Arachidonsäure umwandeln können, eine Fettsäure, die Entzündungen fördert und daher zum Beispiel Allergien und Rheumabeschwerden verschlimmern kann.

Besonders viel Arachidonsäure ist übrigens auch in Fleisch, Eiern und Käse enthalten, so dass man bei Herzrhythmusstörungen diese Lebensmittel vorerst nur noch in gemässigten Mengen essen sollte.

Wichtig ist in jedem Fall, auf ein gutes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren zu achten. Meist wird ein Verhältnis von 5:1 empfohlen.

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/herzrhythmusstoerungen.html

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